Zeit zu handeln…!
Posted on: 17. Februar 2016
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Die Nachrichtenlage der letzten Woche nimmt dramatische Züge an. Viele davon würden wesentlich höhere Wellen schlagen, wenn Deutschland durch die Flüchtlingskrise nicht so abgelenkt wäre. Einige Nachrichten wiederum erfahren nur in der Kombination mit anderen eine gewisse Brisanz. Aber alle zusammengenommen lassen mehr als aufhorchen, sie zwingen uns und unsere Kunden zum Handeln:

Krise im Bankensektor!
Mehr als 25 % büßte der europäische Bankenindex (Benchmarkindex STOXX® Europe 600 Banks, der die Aktien der 47 größten Finanzinstitute Europas abbildet) in diesem Jahr ein.
Die Aktie der Deutschen Bank verlor sogar fast 40 %. Die Deutsche Bank ist damit schlechter bewertet als zum Höhepunkt der Finanzkrise 2008. Der Index macht sich auf den Weg hin zu diesem Tiefpunkt. Am Montag sah sich der Vorstand der Deutschen Bank, John Cyran, gezwungen zu erklären, dass die Bank weiterhin zahlungsfähig sei.

Was steckt dahinter? – Es gibt mehrere belastende Faktoren für den Bankensektor, der mit dem Verfall der Rohstoffpreise um ein wesentliches Problem ergänzt wird.
Im Einzelnen: Es gelten seit dem 01.01.2016 in der EU neue Regeln zur Banken-Rettung. In Zukunft sollen zuerst Aktionäre, Gläubiger, aber auch Kunden zur Bankenrettung herangezogen werden, bevor die Staaten bzw. der Steuerzahler einspringt. Die Bonität der Banken ist damit schlagartig gesunken, bzw. das Vertrauen in sie seitens der Investoren.
Jeder Kunde einer Bank muss sich nun fragen, wie sicher bzw. solide ist eigentliche meine Bank? Welche Risiken hat meine Bank in ihren Büchern?
Fragen, die im Übrigen die Bank nicht einmal selbst für sich beantworten kann, kommen ja neue, in ihrer Dimension noch nicht erkennbare Risiken dazu.
Durch den Verfall der Rohstoffpreise steigen für die Banken die Kreditausfallrisiken, da diese die Minenunternehmen bzw. Ölförderer mitfinanziert haben. Für europäische Banken stehen etwa 100 Mrd. Euro im Feuer. In China dürften die Zahlen noch weitaus erschreckender für die dortige Bankenbranche ausfallen.
Hinzu kommt die zu erwartende Abschwächung der Weltwirtschaft, denn die Schwellenländer bzw. Firmen, die vom Verkauf von Rohstoffen leben, können ihre Importe oder Investitionen kaum ausbauen.
Im Moment verschlechtert sich die Bonität dutzender Länder und hunderter Firmen weltweit.
Eines der größten Gasunternehmen der USA “Chesapeake“ kämpft mit Gerüchten um seine Zahlungsfähigkeit. Folglich sind auch amerikanische Banken von der aktuellen Krisensituation betroffen.
Die Situation der Banken verschlechtert sich also deutlich und als systemrelevante Bausteine unseres Weltwirtschaftssystems sollte uns das alle beunruhigen. Hierzu ein paar Charts:

1. Der Markt ist beunruhigt:
DAX 2016 = -16 %
Dax
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Dow Jones 2016 = -9 %
DowJones
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2. Der Bankensektor schmiert ab
STXE 600 Banks 2016 = -24 %
STXE600Banks
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3. Die Deutsche Bank steckt tief in der Krise
Deutsche Bank AG 2016 = -35 %
DeutscheBank
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4. Der Baltic Dry Index als Indikator für die Weltwirtschaft
Baltic Dry Index 2016 = -39 %
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5. Der Auslöser allen „Übels“
Ölpreis 2016 = -18 %
BrentOel
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6. Billiges Öl = Billige Energie = Billige Rohstoffe
RICI (Rogers International Commodities Index) 2016 = -9 %
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Nicht wir bei Noble Elements sind pessimistisch, die Märkte sind es!

Ergänzen wir diese Informationen nun mit ein paar anderen Nachrichten der letzten Tage:

  • Draghi will die 500 Euro-Scheine abschaffen
  • Schäuble möchte eine Bargeldobergrenze von 5.000 Euro
  • Gestern wurde verlautbart, dass Schäuble und sein französischer Amtskollege für eine einheitliche Bargeldobergrenze innerhalb Europas plädieren (in Frankreich liegt die Obergrenze bei 1.000 Euro)

Diese Vorschläge kommen nicht von ungefähr, die zeitliche Nähe zu den Meldungen aus dem Bankensektor sind einfach zu frappierend.

Wir kommen zu dem Ergebnis: Die nächste Bankenrettung wird vorbereitet!

Die Zusammenhänge und die zeitliche Nähe sind allzu deutlich:
Ohne Bargeld geht es den Banken besser: 1.000 Mrd. Euro kommen durch Einzahlung der Banknoten zurück in die Bilanzen der Banken. Eine ungeheure Menge an haftendem Kapital.
Hat Bargeld keine Bedeutung mehr, kommt es auch zu keinem Bank Run. Überweisungen zu anderen Instituten werden einfach nicht ausgeführt. Das Ersparte der Kunden steckt fest. Zyprioten und Griechen kennen das Gefühl!
Man kann Banken effektiver vor Schieflagen schützen und Sparer per Knopfdruck an der Bankenrettung beteiligen. Auf Sparguthaben lässt sich auch bei Privatpersonen ein Negativzins einführen.
Negativzinsen sind die garantierte Variante der Geldentwertung oder des Kaufkraftverlustes, sprich Inflation, die bisher trotz allen Gelderschaffens der Notenbanken bekanntermaßen bisher nicht entstanden ist.

Liebe Leser, wir wollen keine Panik verbreiten, aber das sind die Fakten. Klar, die Bargeldeinschränkung wird in Deutschland bisher nur diskutiert, ist aber binnen Tagen aus Gründen europäischer Solidarität und als alternativlose Maßnahme durch den Bundestag zu peitschen, oder?
Wir möchten hier noch einmal ausdrücklich an unseren letzten Newsletter erinnern, wo wir klarstellen, dass Goldmünzen eben nicht die Lösung für unsere Kunden sind.

Ist die Abschaffung von Bargeld die einzige Lösung für das Finanzsystem?
Ja, langfristig in jedem Fall. Unser Finanzsystem, wie wir es jetzt kennen, kann nur zerbrechen, weil es Bargeld gibt und wäre für Jahrzehnte, wenn nicht für immer gesichert, wenn es keines mehr gebe. Alle Macht liegt dann bei den Notenbanken.
Kurzfristig kann das Bankensystem auch mit anderen Mitteln gerettet werden, indem die Rohstoffpreise mit Gewalt, im eigentlichen Wortsinn, zum Steigen gebracht werden.

Sie wissen was jetzt zu tun ist. Tun Sie es bald!

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